Posts Tagged ‘Zagreb’

24. März 2009

Nach längerer Zeit habe ich wieder mal mein Blog gedacht und musste dabei leider feststellen, dass diesem offensichtlich das gleiche Schicksal wie meinem USA-Blog wiederfährt: Die Anzahl der Beiträge sinkt mit meiner Aufenthaltsdauer. Positiv ausgelegt, bedeutet es wohl, dass ich mich wirklich gut eingelebt habe. Zugleich erinnert es mich daran, dass es nur noch knapp viereinhalb Monate bis zu meiner voerst endgültigen Rückreise nach Deutschland sind.

Mr. and Mrs. Smith alias Johannes und Lili

Mr. and Mrs. Smith alias Johannes und Lili

Um den erwähnten Trend zumindest zu verlangsamen, versuche ich nun aber die Ereignisse seit dem letzten Post zusammenzufassen. Ende Februar bin ich, wie angekündigt, nach Brüssel gereist, um dort am Vorbereitungstreffen für das Training in Zagreb Anfang April teilzunehmen. Das war, ist und wird auch weiterhin eine interessante Erfahrung sein, da ich jetzt eigene Lehrpläne ausarbeiten muss, die ich dann in Zagreb vermitteln werde. Es geht dabei hauptsächlich um das Erarbeiten eines „Business Plans“ für die AFS Initiativen auf dem Balkan: Wie finde ich Teilnehmer für mein Austauschprogramm und gewährleiste eine den AFS-Standards entsprechende Betreuung? Wie baue ich funktionierende Ehrenamtlichen-Strukturen auf? Wie können wir sie fortbilden? Ganz spannende Themen also.

Von Brüssel ging es dann direkt nach Deutschland, wo ich dann ein paar wirklich erholsame Tage verbracht habe mit einem Abstecher zum AFSer.de Arbeitstreffen in Bremen. Auf der Reise von Brüssel nach Hause konnte ich endlich wieder die Vorzüge des Reisens im ICE genießen. Das Bahnnetz in Ungarn ist flächenmäßig zwar gut ausgebaut, aber die Verbindungen sind meist sehr langsam. Das muss ich immer wieder schmerzhaft erfahren, wenn ich Präsentationen in Schulen gebe und dann morgens sehr früh raus muss (4.30 Uhr), um den entsprechenden Ort dann noch am Vormittag zu erreichen. Und Ungarn ist ja wirklich nicht so groß.

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Ein kurzes Update…

1. Februar 2009

…bezüglich des Forints: Dieser sackt weiter ab und der Wechselkurs liegt nun bei 300 Forint für einen Euro. Das heißt über 30% Preisnachlass für mich auf alles gegenüber dem Sommer.

…bezüglich des EFIL-Trainings in Zagreb („Youth Participation through Organisational Development“ – siehe letzten Beitrag): Das Vorbereitungstreffen findet Ende Februar in Brüssel statt. EFIL steht übrigens für European Federation for Intercultural Learning.

…bezüglich meiner Ungarisch-Kenntnisse: Das Verhältnis von Erfolgs- zu Frusterlebnissen verbessert sich.

… bezüglich des zurückliegenden Wochenendes: Am Freitag sind unsere SH-Austauschschüler angereist. SH steht für „Südliche Hemisphäre“, wird aber im AFS Netzwerk nicht unbedingt geografisch korrekt verwendet. Viel mehr sind damit die Schüler gemeint, die ihr Austauschjahr im Februar beginnen, weil in ihren Heimatländern dann das Schuljahr zu Ende ist.
Für mich gab es viel zu tun, da Csilla krank und Diana in Portugal ist. Am Freitag bin ich insgesamt knapp 300km zwischen dem Hotel und Flughafen gependelt. Abgesehen von sieben zunächst verlorenen Koffern und zwei Schülern, die Anschlüssflüge verpasst hatten, hat alles gut geklappt und wir hatten ein tolles Arrival Camp. Somit bin ich jetzt auch wieder drei Wochenenden hintereinander im Hotel. Ich mag meinen Job:-)

Ein guter Start ins neue Jahr…

13. Januar 2009

…dieses erste Fazit habe ich soeben gezogen: Obama ist mittlerweile Präsident, der Euro nähert sich der Marke von 290 Forint (Juli: <230) und ich darf weiterhin eine tolle Zeit in Budapest verbringen und auch im neuen Jahr viel reisen. So habe ich gestern erfahren, dass meine Bewerbung als Trainer für ein EFIL-Training für Ehrenamtliche der neuen AFS Initiativen im Balkan und Polen erfolgreich war. Das Training wird Anfang April in Zagreb stattfinden und damit wir – neben mir sind noch fünf andere AFSer beteiligt – das einwöchige Programm auch mit genügend Inhalten füllen, wird es ein Vorbereitungstreffen an einem noch zu findenden Ort geben. Ich bin wirklich sehr froh, dabei sein zu dürfen – das Training in Belgrad hatte mir schon viel Spaß gemacht und die Veranstaltung in Zagreb sollte das noch toppen können.

Seit dem letzten Eintrag ist schon wieder viel Zeit schnell vergangen – zu viel, um ausführlicher darüber zu berichten. Ich war im Dezember u.a. eine Woche in Kaposvár, konnte eine angenehme Vorweihnachtszeit in meiner neuen Gastfamilie verbringen und dann später über Weihnachten und zum Jahreswechsel in Deutschland sein. Erwähnenswert ist vielleicht noch, dass ich es endlich geschafft habe, eines der berühmten Bäder Budapests zu besuchen. Ich weiß nicht mehr, wie wir auf die Idee kamen, aber irgendwie hatte ich mich mit Greg verabredet morgens um sechs ins Széchenyi-Bad zu gehen. War dann aber wirklich lustig bei Temperaturen knapp über Null halbschlafend im 38° warmen Wasser zu chillen.

Das Büro gibt es aber auch immer noch, auch wenn seine Existenz zwischendurch aufgrund eines Gas-Lecks bedroht war. In den nächsten Tagen stehen ein einwöchiger Gastfamilienwechsel für alle Schüler der Sommeranreise und darauffolgend deren Midstay-Orientations sowie die Anreise der Gastschüler aus Lateinamerika an, sodass mir dort auch nicht langweilig wird.