Positives der Finanzkrise und vieles mehr

Hallo allerseits! Heute hatte ich das vorerst letzte Mal Ungarischunterricht und ich kann mittlerweile tatsächlich ein bisschen auf Ungarisch kommunizieren. Das beschränkt sich hauptsächlich auf einfache E-Mails, weil ich noch immer große Probleme habe, andere zu verstehen, aber es ist ein Beginn. Es ist vor allem die die schier endlose Anzahl an Suffixen, die das Zuhören schwierig machen. Auf dieser Website ist ein schönes Beispiel dafür zu finden: Ungarische-Sprache.de.

Auch wenn es sich schon jetzt auszahlt, bin ich doch froh, dass dieser Kurs erst einmal zu Ende ist. Täglich vier Stunden konzentriertes Lernen am Vormittag, zusätzlich 6 Stunden im Büro plus Hausaufgaben danach waren doch recht viel.

Das ungarische Parlamentsgebäude

Das ungarische Parlamentsgebäude von der Budaer Burg aus gesehen

Immerhin hatte ich die letzten zwei Wochenenden frei und konnte mir so Sehens-würdigkeiten wie die Burg und den Heldenplatz anschauen. Mit den AFS-Freiwilligen und Austauschschülern in Budapest gibt es immer viele Möglichkeiten etwas zu unternehmen und ich lerne die neue Mobilität eines Großstadt-ÖPNVs zu schätzen – die Bushaltestelle vor meiner Haustür wird auch um halb vier morgens noch im 5-Minuten-Takt angefahren.

Die Arbeit im Büro ist weiterhin sehr vielfältig. Ich habe zuletzt hauptsächlich Csilla unterstützt, also viel im Hostingbereich gearbeitet. Nach etwas mehr als einem Monat treten generell die meisten „Support Cases“, also schwerwiegendere Probleme zwischen den Austauschschülern und ihren Gastfamilien, auf. Als Büromitarbeiter in solchen Fällen mitzuhelfen bringt dabei gleich eine größere Verantwortung mit sich, an die ich mich erst gewöhnen musste/muss. Konkret bemühe ich mich beispielsweise die Probleme der Gastschüler zu verstehen, während Csilla sich dann bei der Familie erkundigt, um deren Sicht der Dinge zu erfahren. Danach vergleichen wir, was bei den oft stark abweichenden Meinung nicht immer leicht fällt, und sie übernimmt dann die Rolle des Mediators. Ich protokolliere dann den weiteren Konfliktverlauf und informiere die Partnerbüros. Diplomatie spielt dabei eine große Rolle, da die Partnerbüros sich in den meisten Fällen zunächst auf die Seite „ihres“ Gastschülers schlagen und als deren Lobby fungieren. Unter dem Druck der Eltern des Schülers fordern sie meist eine noch bessere Betreuung etc., woraufhin ich versichere, dass alles in unserer Macht stehende in die Wege geleitet wurde;)

Ein weiteres Arbeitsgebiet sind Trainings/Fortbildungen für Ehrenamtliche. Wir werden demnächst zwei solcher Veranstaltungen in Ungarn anbieten und Ende November – worauf ich mich besonders freue – eine in Belgrad für die serbischen Ehrenamtlichen. Dann werde ich für drei Tage dort bleiben und etwas mehr von der Stadt sehen können.

Der Heldenplatz

Der Heldenplatz

Am Donnerstag beginnen hier die Herbstferien (hehe, damals als Schüler…das waren noch Zeiten:-)) und ich werde für fünf Tage mit der Familie einer Ehrenamtlichen nach Prag fahren.

Zum Schluss noch ein für mich positiver Effekt der Finanzkrise. Diese hat nämlich mittlerweile auch Ungarn mit voller Wucht getroffen (siehe: N-TV.de), wodurch der Euro allein seit Anfang Oktober 13% gegenüber dem Forint zugelegt hat. Triviales Spekulieren: Lasse ich mir heute Forint aus dem Euro-Konto auszahlen oder morgen?

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