Kurztrip nach Belgrad

Gestern bot sich mir spontan die Gelegenheit nach Belgrad zu fahren. Anett war zur Gründungsveranstaltung von AFS Serbien eingeladen und ich konnte in diesem Zusammenhang meine FSJler-Rolle als Chauffeur ausfüllen.

Ich war vor Reiseantritt erst einmal überrascht, dass Belgrad nur ca. 400km von Budapest entfernt ist. Ich bekomme hier eine ganz neue Perspektive auf Europa: Belgrad, eine Stadt, die ich bisher nur mit schlechten Ereignissen in den Nachrichten verbinden konnte und da ja irgendwie so weit weg im Balkan liegt, ist von hier aus so schnell zu erreichen wie Köln von Bad Harzburg. Zudem fand ich es irgendwie sehr spannend in eine Stadt zu fahren, die vor weniger als zehn Jahren noch mit deutscher Unterstützung bombardiert wurde.

Ruine in Belgrad

Ruine in Belgrad

Nach einer angenehmen Fahrt durch den sehr schönen und idyllischen Norden Serbiens waren wir gegen 17 Uhr in Belgrad. Eine Stunde vor dem Beginn der Veranstaltung – gutes Timing, wie wir dachten. War es aber doch nicht, weil die Zufahrt zur Innenstadt vor unseren Augen aufgrund einer (Anti-? Pro-?) Karadzics-Demonstration gesperrt wurde. Die Weiterfahrt im sich bildenden Verkehrschaos war dann sehr abenteuerlich, auch wenn wir so recht viel von der Stadt sehen konnten. Ich fand es beeindruckend, die noch nicht beseitigten Ruinen von bombardierten Häusern zu sehen, von denen es noch einige im Stadtzentrum gibt.

Wir erreichten den Veranstaltungsort dann mit 45 Minuten Verspätung. Da war das offizielle Programm – darunter eine Rede des deutschen Botschafters – leider schon vorbei, aber wir konnten noch die dortigen Verantwortlichen kennenlernen. Wir haben beim Dinner auf Kosten der deutschen Botschaft über Kooperationsmaßnahmen (AFS Ungarn mit AFS Serbien) gesprochen, u.a. mit dem Ergebnis, ein gemeinsames Training für Ehrenamtliche in Belgrad zu organisieren. Meine Chancen noch einmal nach Belgrad zu reisen, stehen also gut. Ich würde gerne noch mehr von der Stadt sehen.

Um 3 Uhr morgens waren wir dann auch schon wieder in Budapest. Unser Fahrzeit/Aufenthaltsdauer-Verhältnis betrug somit ungefähr 3:1, aber gelohnt hat es sich trotzdem.

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Eine Antwort to “Kurztrip nach Belgrad”

  1. mareike islar Says:

    bitte melden ich habe eine gaaaanz großartige idee =) so ende januar februar …schreib mir mal ne mail bitte

    lieber gruß

    bElgraD ???? du bist ja wahnsinnig :-p

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